Covergrafik HOMO HOMINI LUPUS

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Musik zum Gedenken an die Opfer des Holocaust

Ein beeindruckendes Werk über Leben, Leiden, Sterben und Befreiung im Konzentrationslager Mauthausen


Kantate
Homo homini lupus

von Alfred Hochedlinger

Texte von Werner Wöckinger
und Alfred Hochedlinger

Ausführende:

Doris Derntl, Sopran
Chor der Pfarre Mauthausen musica viva
Orchester der Pfarre Mauthausen
Leitung: Alfred Hochedlinger

Compact Disk - D D D - stereo - Studioaufnahme

Als Bonus befindet sich auf der CD die Mauthausenkantate von Mikis Theodorakis in der Interpretation des Chores der Pfarre Mauthausen

Ausgezeichnet mit dem 
Ingrid-Steininger-Kulturförderpreis

Die Kantate „Homo homini lupus“

Der erste Teil der Kantate wurde von Alfred Hochedlinger getextet und komponiert für eine Gedenkfeier im November 2007 zur Erinnerung an die Ankunft der ersten Häftlinge am Bahnhof Mauthausen. Das eindringliche Stück „Homo homini lupus“ greift ein lateinisches Zitat des vorchristlichen, römischen Dichters Plautus auf, übersetzt „Ein Wolf ist der Mensch den Menschen“. Bekannt wurde der Spruch durch den englischen Philosophen Thomas Hobbes (1588-1679). „Der Mensch ist dem Menschen ein gieriger Wolf“ lässt Hochedlinger den Chor singen und will uns damit sagen, dass der Mensch, einmal losgelassen, seine eigene Spezies wie eine Bestie attackiert.

Angespornt durch das positive Feedback nach der Uraufführung entschloss sich Hochedlinger, das Stück zu einer Kantate in fünf Sätzen auszubauen. Textlich wurde Hochedlinger bei dem Vorhaben von Werner Wöckinger unterstützt. Die Teile 2 – 4 wurden von Mitte Jänner bis Ende Februar 2010 komponiert. Vollständig uraufgeführt wurde „Homo homini lupus“ im März 2010 im Donausaal Mauthausen mit dem bekannten Schauspieler Alfons Haider als Sprecher. Das Werk weckte großes Medieninteresse und beeindruckte die Zuhörer tief.

1. Homo homini lupus
    (Ankunft in Mauthausen)

Textlich und musikalisch wird im ersten Satz auf die hoffnungslose Situation, Endstation Konzentrationslager, hingewiesen. Den Opfern wird die Identität geraubt, sie werden zu Nummern degradiert. Ein Gedanke, der auch im zweiten Lied aufgegriffen wird. Die Täter verhielten sich wie wild gewordene Bestien. Die Frage nach dem warum bleibt unbeantwortet.

2. Ihr tötet nur eine Nummer
    (Appellplatz)

Im Refrain wird davon gesungen, dass die Nazis ihre Opfer zwar quälen („ihr brecht uns unsre Knochen“) und töten konnten, aber die Seele des Menschen kann der Folterknecht nicht zerbrechen und nicht aus dem Leib reißen. Die Strophen versuchen einen Tagesablauf zu charakterisieren. Dem Morgenappell in der ersten Strophe folgt das Schuften tagsüber. In der letzten Strophe bricht die Nacht herein. Aber auch da kommen die Häftlinge nicht zur Ruhe. 

3. All unsre Hoffnung haben wir verloren (Todesstiege)

Die Todesstiege als Folterinstrument, die Todesstiege als Symbol der Tötungsmaschinerie. Für die Häftlinge von Mauthausen gab es keine Hoffnung, es gab nur unaussprechliches Leid, Martyrium und bittere Not, letztlich wohl auch Todessehnsucht.

4. Kann es noch einmal so sein
    (Befreiung)

„Das Tor geht auf, das Leiden ist zu Ende“, singt der Chor. Jene wenigen, die das Ende des Krieges erlebten, waren zu schwach, um ausgelassen zu feiern. Es war wohl eher ein leises, unscheinbares Glücksgefühl. Und sofort mischte sich in die Freude und die Erleichterung das unbestimmte Gefühl: was jetzt? „Kann es noch einmal so sein wie es war?“, werden sich wohl manche gefragt haben und die Frage mit einem „Nein!“ beantwortet haben. Das Leiden hatte im Mai 1945 kein Ende. Keiner der Befreiten konnte zur Tagesordnung übergehen und so tun, als ob nichts geschehen wäre.

5. Ist der Mensch wirklich ein gieriger Wolf?
     (Gegenwart)

Hier wird die Ist-Situation beleuchtet. Dabei soll es nicht um ein Aufwiegen von Schuld, ein Bewerten von Grausamkeiten gehen, sondern um das Aufzeigen der traurigen Tatsache, dass auch Heute, mehr als 65 Jahre danach, der Mensch aus der Geschichte nicht gelernt hat, friedlicher zusammen zu leben.

Alles was bleibt ist die Hoffnung und das Träumen von einer besseren Welt. Aber: Träumen allein reicht nicht!

 Werner Wöckinger

Alfred Hochedlinger   Alfred Hochedlinger, Komponist

Werner Wöckinger   Werner Wöckinger, Textautor

Doris Derntl-Lang   Doris Derntl-Lang, Sopran


Chor der Pfarre Mauthausen MUSICAVIVA

Chor der Pfarre Mauthausen musica viva